Sankt Martin und sein Ritt durch Ludwigsburg

Mit Laternenumzug, Martinsspiel und Martinsgans feiert Ludwigsburg den barmherzigen Heiligen

„Sankt Martin ritt durch Schnee und Eis” und der Legende nach traf er bei diesem Ritt auf einen frierenden Bettler. Großzügig teilte Sankt Martin seinen Mantel mit ihm. Diese Legende um den heiligen Mann und seine Mantelteilung wurzelt zwar schon im Jahr 397, so richtig zum Brauchtum, wie es heute ist, wurde es aber erst im 19. Jahrhundert.

Unser heutiger Feiertag ist zusammengeschmolzen aus den Bräuchen verschiedener Gruppierungen. So feiern wir auch dieses Jahr das Martinsfest am 11. November mit mehreren Tagen der Laternenumzüge, Martinsspiele und traditionellen Martinsgänsen. Die Frage nach der Herkunft dieser Traditionen, bringt Historiker allerdings bis heute in Erklärungsnot.

Die Zubereitung der Martinsgans

Die Martinsgans wird in Legenden gerne direkt dem Heiligen zugeordnet: Martin sollte zum Bischof geweiht werden, befand sich selbst aber als unwürdig für dieses Amt. Kurzerhand versteckte er sich im Gänsestall, wo die Tarnung wegen dem lauten Schnattern der Tiere nicht lange aufrechterhalten werden konnte. Eine schöne Geschichte, von einem bescheidenen Mann – aber, die Zubereitung der Martinsgans fällt nicht bescheiden aus. Traditionell wird sie mit Rotkohl und Semmelknödeln oder Kartoffelklößen gegessen. Hmm, lecker... Schnell noch einkaufen für den perfekten Feiertagstisch!

„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“

In Ludwigsburg kann dieses Jahr gar nicht genug Laterne gelaufen werden – passen Sie auf, dass Ihnen da die Kerzen nicht ausgehen! Den Anfang macht das Kinder- und Familienzentrum St. Martin. Zur Feier des Martinjahres laden sie am 10. November alle zu einem gemeinsamen Laternenumzug mit anschließender Martinsaufführung in der Katholischen Kirche Zur Heiligsten Dreieinigkeit ein. Treffpunkt ist um 17 Uhr vor dem Forum am Schlosspark.

Für den 13. November hat die Kirchengemeinde zur heiligsten Dreieinigkeit noch etwas Großes vorbereitet: Von der Dreieinigkeitskirche folgen alle dem Martinsreiter mit der Laterne auf den Marktplatz. Dort haben die Pfadfinder ein Martinsspiel vorbereitet. Die traditionellen Lieder werden von Posaunenbläsern begleitet und Kommunionkinder haben einen Lichttanz vorbereitet. Und ganz wichtig: Gebackene Martinsgänse werden natürlich auch verteilt. Um 17.30 Uhr geht es vor der Dreieinigkeitskirche los.

Also raus in die winterliche Nacht, etwas Licht in die Kälte bringen, so wie Sankt Martin es getan hat; Musik, Laternen und Gebäck genießen, bis es schließlich heißt: „Das Licht ist aus, wir geh’n nach Haus, rabimmel, rabammel, rabumm...“

 

von Maike Müller | Public Relations | WilhelmGalerie
Bild Lily LaVie Photo | Public Relations | WilhelmGalerie

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