Fronleichnam: Was und warum wird da gefeiert?

Am 11. Juni ist der katholische Feiertag Fronleichnam. In Baden-Württemberg sowie in fünf anderen Bundesländern haben an diesem Tag alle frei. Aber „Fronleichnam“ zählt zu jenen Feiertagen, die vielen Rätsel aufgeben: Was genau wird eigentlich gefeiert? Und woher kommt das?

Der ungewöhnliche Name des Tages „Fronleichnam“ hat weder etwas mit froh noch mit Leichen zu tun. Der Begriff stammt aus dem Althochdeutschen – „fron“ bedeutet „Herr“ und „lichnam“ (die ursprüngliche Bezeichnung) „Leib“. Katholiken nennen das Fest auch „Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi“.

Gefeiert wird am 60. Tag nach Ostern also die Gegenwart des Gottessohnes Jesu Christi in der Eucharistie. Erstmals gefeiert wurde diese in Lüttich im Jahr 1246. Die Anregung dazu soll eine Vision der heiligen Juliana von Lüttich gewesen sein, die berichtete, Christus habe ihr in dieser Vision erklärt, dass der Mond das Kirchenjahr bedeute und der dunkle Fleck, den sie darauf sähe, das Fehlen des Altarsakraments symbolisiere.

So begrüßen Katholiken dieses Fest bis heute mit Weihrauch und Altarschellen. In einigen Orten und Ländern werden ganze Straßen mit Blumen geschmückt. Teilweise finden Fronleichnamprozessionen statt.

Auf jeden Fall ist Fronleichnam eines: Ein Tag, den man draußen verbringen sollte.

Maike Müller | Public Relations | WilhelmGalerie
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