Fünf Tage Osterbräuche

Wir haben ein langes Osterwochenende mit unseren Liebsten und vielen spannenden Bräuchen vor uns. Da werden nicht nur Eier versteckt und gefunden, sondern traditionell stehen bestimmte Speisen auf dem Essensplan. Was gibt’s denn wann?

Gründonnerstag: Der Tag der Maultasche
Am Gründonnerstag gedenken Christen dem letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Warum genau dieser Donnerstag „grün“ ist, weiß man nicht sicher, fest steht allerdings, dass viele an diesem Tag etwas grünes Essen. Spinat mit Spiegelei zum Beispiel. Die Schwaben greifen an diesem Tag gerne zu „Herrgottsbscheißerle“. Denn bis Ostersonntag ist eigentlich noch Fastenzeit und in Maultaschen kann man hervorragend Fleisch verstecken. Und etwas grün sind die ja auch.

Karfreitag: Der Tag des Fischs
Mit dem Freitag vor Ostern, an dem der Kreuzigung Jesu gedacht wird, setzt sich das dreitägige höchste Fest des Kirchenjahres fort. Am Abend des Gründonnerstags wird dieses Fest begonnen und es endet am Morgen des Ostersonntags. Also ist der Karfreitag eigentlich auch ein strenger Fasten- und Abstinenztag. Was isst da der Schwabe? Klar, auch Maultaschen. Viele werfen an diesem Tag aber auch Fisch in die Pfanne, was schon immer erlaubt war, da dieses Tier Symbol des christlichen Glaubens ist.

Karsamstag: Der Tag des Feuers
An diesem Tag wird es ruhig. Für Christen ist er der Tag der Grabesruhe, da Jesus noch nicht auferstanden ist. Gefastet wird hier immer noch, aber am Abend beginnt die Osternacht. Vielerorts wird diese in der Dunkelheit mit einem Osterfeuer gefeiert, statt Fleisch kann man über dem Feuer zum Beispiel Stockbrot oder Marshmallows braten.

Ostersonntag: Der Tag der Eiersuche
An diesem Tag wird die Auferstehung Jesu gefeiert – und das Fasten hat ein Ende. Viele Familien bereiten sich an diesem Tag ein wunderbares Festmahl zu, backen sich ein Osterlamm und lassen es sich gemeinsam gutgehen. Für Kinder ist das Highlight die Geschenke-Suche und das Ostereier-Bemalen. Der Glaube an den Osterhasen, der die Eier bringt, fand übrigens erst im 19. Jahrhundert einen Aufschwung. Davor brachten zahlreiche andere Tiere die Eier. Aber egal wer sie versteckt: Hauptsache lecker!

Ostermontag: Der Tag der Ruhe
Im Mittelalter galt eine Arbeitsruhe, die einst vom Palmsonntag bis zum „Weißen Sonntag“, dem Sonntag nach Ostern, andauerte. Inzwischen sind davon nur noch Karfreitag und Ostermontag übriggeblieben. Dennoch ist dieser Tag einer, an dem man sich nach dem Fest wunderbar erholen kann.

Die WilhelmGalerie wünscht euch frohe Ostern!

Maike Müller | Public Relations | WilhelmGalerie
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