Von Eiern, Nestern und dem Osterhasen

Im Frühling, wenn die Blumen sprießen, hoppelt auch wieder ein kleiner, ganz besonderer Hase über die Wiese. Er bringt bemalte Eier, Süßigkeiten und tolle Überraschungen zu Kindern, aber auch zu ihren Eltern. Der Osterhase ist das Symbol des Familienfests, dass dieses Wochenende stattfindet. Doch wo kommt er eigentlich her? Und wo versteckt er seine Nester?

Erstmals erwähnt wurde er 1682 in einer Dissertation des Frankfurter Arztes Johannes Richier. Ihr Titel: „De ovis paschalibus – von Oster-Eyern“. Er erzählt schon damals davon, dass der Osterhase in Oberdeutschland, Pfalz, Elsass und Westfalen die Eier im Garten verstecken würde, wo Kinder eifrig nach ihnen suchten.

Rund zwei Jahrzehnte später erfuhr dieser Brauch dann einen Aufschwung. In der Kulturwissenschaft geht man davon aus, dass das daran lag, dass Zucker günstiger wurde und sich „der Osterhase“ mehr Süßigkeiten für die Kinder leisten konnte. So wurden Schokoladeneier und -hasen geboren.

Seitdem und bis heute erfreuen sich Kinder sowie Erwachsene an der Eier- und Nestersuche. Viele verstecken inzwischen nicht mehr nur Schokolade und bemalte Eier, sondern auch kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten. Im Garten unter der Hecke, auf dem Ast eines Baumes, hinter ein paar bunten Blumen oder gar in der Regentonne. In der Wohnung mal im Schrank (Vorsicht, an diesem Ort sind die Nester schnell zu finden!), unter dem Bett, in der Waschmaschine oder manchmal sogar in einem Klavier.

Da werden viele kreativ und sowohl Verstecker als auch Entdecker erfreuen sich an der ausgedehnten Suche. Egal, was sich in Ihren Nestern verbirgt und wo Sie sie verstecken – das Team der WilhelmGalerie wünscht ganz wundervolle Osterfeiertage!

Maike Müller | Public Relations | WilhelmGalerie
Bild Lily LaVie Photo | Public Relations | WilhelmGalerie